Dauerton: Klemmendes Ventil?

Gorbi
Beiträge: 7
Registriert: Mo 30. Mär 2020, 08:39
Wohnort: Rostock

Dauerton: Klemmendes Ventil?

Beitrag von Gorbi »

Sehr geehrte Forumsmitgieder, liebe Drehorgelfreunde,
dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, daher bitte ich mein Unwissen und die fehlende Kenntnis der Fachbegriffe zu entschuldigen.
Trotzdem habe ich ein wenig gestöbert und bin beeindruckt, was hier alles gebaut wurde und wird. Gefallen hat mir auch die Baubeschreibung einer Walzendrehorgel. Privat besitze ich ein kleines, altes Symphonium (eine Spieluhr mit Stiftplatten). Außerdem bin ich ein Bewunderer des Musikautomatenmuseums in Bruchsal (falls das jemand kennt).
Ich möchte keine Drehorgel bauen, sondern eine erhalten.
Von meinem Vater habe ich eine 20er Hofbauer "Harmonipan" mit einigen Papierrollen geerbt. (Sie wurde vor Jahrzehnten von einem Bäckermeister aus Bretten namens Bedürftig für meinen Vater gebaut.) Die Papierrollen haben einen Außensechskant, sind teilweise schon vergilbt, einige waren eingerissen, diese habe ich mit "Filmoplast P" repariert. Es ist auch ein Stimmband dabei (steht jedenfalls auf der unbespulten Rolle). Nachdem ich den fehlenden Rückspulriemen erneuert habe (Bezugsquelle: Herr Stüber aus Berlin, http://www.drehorgel.org), funktioniert alles soweit - leider mit einer Ausnahme: Ein Ton spielt ununterbrochen.
Da ich technisch nicht völlig unbegabt bin, habe ich folgendes versucht: Durch Abkleben des "Spieltisches" (so nennt man anscheinend den Lochsteg, über den der Lochstreifen läuft) und durchstechen des Klebebandes konnte ich feststellen, das alle Pfeifen funktionieren. Wenn alle Löcher abgeklebt sind, spielt trotzdem der Ton, der dem 16. Loch zugeordnet ist. Der Ton kommt sogar, wenn ich den Druckschlauch vom Blasebalg zum Spielkasten herausziehe. Nun bin ich mit meinem Latein am Ende, trotz der sehr guten Photos hier im Forum. Anscheinend werden die Pfeifen nicht direkt vom Spielkasten aus mit Luft versorgt, sondern es muß da noch irgendwo Ventile geben, von denen eines klemmt. Kräftiges Pusten und Ansaugen mit dem Mund am Spieltisch konnten das Ventil nicht lösen.
Meine Frage an die Experten ist: Wie kommt man da ran, ohne die ganze Orgel auseinanderrupfen zu müssen? (Sie ist von außen bemalt, es sind keine Schauben erkennbar.) Selbst den Spielkasten würde ich ungern ausbauen, weil mir die darunter verlaufenden Schläuchesehr kurz und wenig flexibel escheinen. Von oben kommt man jedenfalls nicht an Ventile. Man sieht die ganzen Schläuche, die scheinbar in die Bodenplatte führen. Aber von unten kann man nur die hölzernen Baßpfeifen erkennen. Die Orgel ist absolut identisch mit der von Reinhard gebauten.
Ich würde mich über einen Rat freuen, denn so ist die Orgel leider nicht zu gebrauchen. Vielen Dank!
Mit besten Grüßen
Gorbi
P.S.: Sind die "Eicheln" auf den Pfeifen notwendig? Meine hat die nicht.

Benutzeravatar
Reinhard
Beiträge: 147
Registriert: Sa 28. Nov 2015, 14:48
Wohnort: Hemmingstedt

Re: Dauerton: Klemmendes Ventil?

Beitrag von Reinhard »

Hallo Gorbi,
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Zu deinen Fragen:
Die Eicheln sind nur Verzierung.Wenn du die Orgel erhalten möchtest,dann solltest du diese ersetzen. Sonst würdest du die Orgel ja nur ein wenig erhalten. Messe den Innendurchmesser der Messingpfeifen mit einer Schieblehre,notiere das und wende dich an Hofbauer. Die Eicheln sind nicht teuer und Hofbauer sendet sie innerhalb weniger Tage zu.
Bei der Hofbauer handelt es sich nicht um ein Abluftsystem,sondern um ein Zuluftsystem. Da der eine Schlauch vom Balg zu der Ventillade führt, erklingt die Pfeife wenn ein Ventil klemmt oder defekt ist. Der zweite Schlauch,der in den geschlossenen Spielkasten geht, der steuert meiner Meinung nach die
Bewegung der Kissenventile.(Auf u.Zu) Es ist jetzt hier etwas aufwändig,die Arbeitsweise der Ventillade zu erklären. Daher schlage ich vor,dass du mir als PN deine Mailadresse schickst. Dann kann ich dir einmal jede Menge komprimierte Fotos schicken,damit du den Aufbau der Orgel erkennst.
Ferner habe ich ein komplettes Baubuch der Orgel, welches ich aber hier auch in Teilen nicht veröffentlichen darf.Ich könnte dir dann
Ausschnittskopien über den Aufbau mit der genauen Vorgehensweise schicken. Das würde auch hier im Forum den Rahmen sprengen.
Du wirst die Messingpfeifen ausbauen müssen, dann alles bis du die Ventillade nach oben ziehen kannst.
Dazu ist es auch erforderlich die Schläuche zu trennen. Die obere Hälfte bleibt im Spielkasten stecken,die untere Hälfte in der Ventillade. Dazu ist es wichtig die Schläuche je einmal oben und unten zu beschriften.Dann den Überschiebling nach oben schieben.
Die Ventillade arbeitet mit Kissenventile,welche die Ventile heben und senken. Daher kann es sein,dass ev. das Kissenventil der Pfeife 16 defekt ist (lässt sich ersetzen) oder, dass das bewegliche Ventil klemmt. Auch kann das bewegliche Ventil einen zu großen Absctand zur Fläche haben. Ich meine,es soll 2mm betragen,muss aber einmal nachschauen.Ich hänge einmal Fotos an, damit du siehst wie die Ventile aussehen.Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Demomontage mit Fotos um einen Fehler zu finden würde ich dann p. etwas längerer Mail schicken.

Viele Grüße
Reinhard
Dateianhänge
Ventilkasten v. Unten.JPG
Ventilkasten v. Unten.JPG (53.76 KiB) 317 mal betrachtet
Ventilkasten Rückseite.JPG
Ventilkasten Rückseite.JPG (57.53 KiB) 317 mal betrachtet
Ventilkasten Draufsicht.JPG
Ventilkasten Draufsicht.JPG (54.21 KiB) 317 mal betrachtet
Ventilbrett.JPG
Ventilbrett.JPG (58.69 KiB) 317 mal betrachtet
Pfeifenstock Draufsicht.JPG
Pfeifenstock Draufsicht.JPG (54.73 KiB) 317 mal betrachtet
Balg Draufsicht.JPG
Balg Draufsicht.JPG (66.12 KiB) 317 mal betrachtet

Gorbi
Beiträge: 7
Registriert: Mo 30. Mär 2020, 08:39
Wohnort: Rostock

Danke

Beitrag von Gorbi »

Hallo, Reinhard,
vielen Dank für Deine nette Antwort und die ersten Photos.
Daß man die Pfeifen ausbauen muß, hätte ich jetzt nicht erwartet, werde das aber gerne tun. Hoffentlich müssen sie danach nicht neu gestimmt werden. Meine Kontaktdaten habe ich per PN geschickt. Mit Deiner Fernunterstützung hoffe ich, das defekte Ventil instandsetzen zu können. Bei der Restaurierung eines Harmoniums habe ich mal mitgeholfen, vielleicht hilft das. Welche Ersatzteile soll ich vorab beschaffen?
Trotzdem frage ich mich, wie so etwas kaputtgehen kann? Beim Harmonium von 1907 kann ich es verstehen, und da waren eigentlich nur Bälge undicht und ein paar Zungen verschmutzt. Die Drehorgel wird sehr selten benutzt sowie trocken und dunkel, bei 15 bis 18°C und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 70% gelagert. Solche Instrumente waren früher doch bei Wind und Wetter in Betrieb, oder nicht?
Mit besten Grüßen
Gorbi
Dateianhänge
Harmonium_18.jpg
Harmonium_18.jpg (40.71 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_15.jpg
Harmonium_15.jpg (89.45 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_02.jpg
Harmonium_02.jpg (77.3 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_01.jpg
Harmonium_01.jpg (79.76 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_13.jpg
Harmonium_13.jpg (75.79 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_12.jpg
Harmonium_12.jpg (76.87 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_11.jpg
Harmonium_11.jpg (100.62 KiB) 309 mal betrachtet
Harmonium_10.jpg
Harmonium_10.jpg (100.69 KiB) 309 mal betrachtet

Benutzeravatar
Reinhard
Beiträge: 147
Registriert: Sa 28. Nov 2015, 14:48
Wohnort: Hemmingstedt

Re: Dauerton: Klemmendes Ventil?

Beitrag von Reinhard »

Danke für die Fotos,
vielleicht stellst du auch einmal Bilder der Hofbauer ein .Auch von der Reparatur wäre schön.
Die Drehorgel nur selten benutzen ist nicht gut. Sie sollte schon öfter gespielt werden,damit das Balgleder geschmeidig bleibt und die Teile beweglich bleiben. Auch wird dadurch verhindert,dass durch Luftfeuchtigkeit es im Balg zu Schimmelbildung kommt.

Gruß
Reinhard

Gorbi
Beiträge: 7
Registriert: Mo 30. Mär 2020, 08:39
Wohnort: Rostock

Bilder von der Drehorgel Hobauer 20er Harmonipan

Beitrag von Gorbi »

Hallo, Reinhard,
ja, Du hast recht, in der Oldtimerszene sagt man "Standjahre sind schlimmer als Fahrjahre". Aber es gibt zu viele Interessengebiete für ein Erdenleben, man kann leider nicht alles intensiv betreiben.
Anbei ein paar Bilder von meiner Drehorgel. Vorgestern abend klemmte das Ventil mal wieder nicht. :?
Mit besten Grüßen
Gorbi
P.S.: Kann es sein, daß die Löcher Nr. 5 und 6 im Spieltisch zusammengeschaltet sind, d. h. die selbe Pfeife ansteuern? Meine Abklebetests haben ergeben, daß bei beiden Löchern der selbe Ton erklingt.
Dateianhänge
Zubehör
Zubehör
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_g.jpg (54.46 KiB) 294 mal betrachtet
Rückspulriemen
Rückspulriemen
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_f.jpg (24.86 KiB) 294 mal betrachtet
Schläuche
Schläuche
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_e.jpg (29.32 KiB) 294 mal betrachtet
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_d.jpg
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_d.jpg (44.23 KiB) 294 mal betrachtet
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_c.jpg
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_c.jpg (40.76 KiB) 294 mal betrachtet
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_b.jpg
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_b.jpg (57.11 KiB) 294 mal betrachtet
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_a.jpg
Hofbauer-Drehorgel__20er_Harmonipan_a.jpg (58.57 KiB) 294 mal betrachtet

Benutzeravatar
Reinhard
Beiträge: 147
Registriert: Sa 28. Nov 2015, 14:48
Wohnort: Hemmingstedt

Re: Dauerton: Klemmendes Ventil?

Beitrag von Reinhard »

Hallo Gorbi,
die Drehorgel stellt natürlich auch einen gewissen Wert da. Auch der soll erhalten werden. Dazu ist es natürlich erforderlich einige wenige Regeln zu beachten.
Die Orgel sieht gut aus.
Die Pfeifen 5 u. 6 sind nicht miteinander verbunden. Die 5 ist ein ds1, die 6 ein e1.
Nur bei den Basspfeifen (Bodenpfeifen) sind die Pfeifen 1 u.1a, und 2 u.2a über die Kondukte verbunden, werden daher je durch einen Schlauch mit Wind versorgt. Die Pfeifen 1a u.2a nennen sich Oktavpfeifen.
Wie hast du festgestellt,dass beide Pfeifen gleich klingen? Mit den Stimmgerät,oder kam es dir nur nach Gehör so vor? Ev. sind die die Pfeifen auch nur verstimmt.

Gruß
Reinhard

HolgerS
Beiträge: 27
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 13:03
Wohnort: Herzogenaurach

Re: Dauerton: Klemmendes Ventil?

Beitrag von HolgerS »

Bitte, macht doch so viel wie möglich öffentlich im Forum statt über PN. Da kann sich jeder dran freuen und daraus lernen oder Tips abholen...
Klar, bei so sachen wir Büchern gehts nicht immer, aber auch da sind oft Copyrights nicht mehr wirklich anhänging.
Ich bin dafür, altes Wissen unbedingt zu verbreiten bevor es mit uns ausstirbt.

Benutzeravatar
Reinhard
Beiträge: 147
Registriert: Sa 28. Nov 2015, 14:48
Wohnort: Hemmingstedt

Re: Dauerton: Klemmendes Ventil?

Beitrag von Reinhard »

Hallo Holger,
grundsätzlich hast du Recht. Für diesen Fall waren aber einige sehr lange Mails nötig um alles zu klären.
Natürlich möchte ich mir mit der Veröffentlichung von geschützten Anleitungen keinen Ärger einhandeln. Es ist in diesem Forum aber auch so,dass derjenige der ein Problem schildert auch meistens eine Antwort oder eine Unterstützung bekommt.
Das sollte auch der Sinn des Forums sein.

Gruß
Reinhard

Gorbi
Beiträge: 7
Registriert: Mo 30. Mär 2020, 08:39
Wohnort: Rostock

Problem gelöst.

Beitrag von Gorbi »

Vielen Dank an Reinhard, der mit seinen wertvollen Hinweisen, Tips und ausführlichen Erläuterungen entscheidend zur Reparatur beigetragen hat.
Das ist echte und kompetente Hilfsbereitschaft! Schön, daß es dieses Forum gibt.
Die Orgel spielt wieder fehlerfrei. Ich habe die Pfeifen, den Pfeifenstock und den Ventilkasten ausgebaut und zerlegt. Ventil Nr. 16 war tatsächlich nicht so leichtgängig, wie es sein sollte, und blieb auch mal oben hängen. Das Ventil habe ich dann ausgiebig um seine Achse gedreht, auch mit leichtem Druck zur Seite und mit vertikalen Bewegungen. Auch Ventil Nr. 20 "fiel" erst nicht so leicht, wie es sollte.
Es war ein bißchen Puzzelei, den Ventilkasten wieder zusammenzusetzen, weil die Ventile ja mit Kleber auf den Achsen gesichert sind und daher nicht zu trennen waren. Also mußte ich alle Ventildrähte gleichzeitig wieder in die Löcher des Deckels bekommen. Dafür kann sich das Ventilspiel nie verstellen. :-)
Interessanterweise haben einige Zauberflöten ein Holzstückchen in ihrem Fußrohr. Ob der Erbauer das zwecks Lautstärkeangleichung eingesetzt hatte? Auch die Andruckstäbe im Spielkasten scheinen nicht original zu sein.
Alles in allem habe ich, Dank Reinhards Hilfe, sehr viel gelernt und jetzt keine "Angst" mehr, an der Orgel selbst etwas zu machen. Sie ist jetzt 38 Jahre alt. Eigentlich ist es eine schöne Technik! Erstaunlich auch, wie schnell die Kissen/Membranen und die Ventile bei Trillern ansprechen. Auf jeden Fall habe ich jetzt wieder viel Freude an der Drehorgel.
Mit besten Grüßen
Gorbi
P.S.: Tut mir leid, daß die Bilder hier immer in der falschen Reihenfolge angezeigt werden.
Dateianhänge
Drehorgel_9.jpg
Drehorgel_9.jpg (38.93 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_8.jpg
Drehorgel_8.jpg (50.88 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_7.jpg
Drehorgel_7.jpg (46.82 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_6.jpg
Drehorgel_6.jpg (33.95 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_4.jpg
Drehorgel_4.jpg (31.29 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_3.jpg
Drehorgel_3.jpg (38.27 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_2.jpg
Drehorgel_2.jpg (59.04 KiB) 231 mal betrachtet
Drehorgel_1.jpg
Drehorgel_1.jpg (60.28 KiB) 231 mal betrachtet

Gorbi
Beiträge: 7
Registriert: Mo 30. Mär 2020, 08:39
Wohnort: Rostock

Bilder, Teil 2

Beitrag von Gorbi »

.
Dateianhänge
Drehorgel_16.jpg
Drehorgel_16.jpg (49.17 KiB) 230 mal betrachtet
Drehorgel_15.jpg
Drehorgel_15.jpg (59.27 KiB) 230 mal betrachtet
Drehorgel_14.jpg
Drehorgel_14.jpg (26.28 KiB) 230 mal betrachtet
Drehorgel_13.jpg
Drehorgel_13.jpg (52.44 KiB) 230 mal betrachtet
Drehorgel_12.jpg
Drehorgel_12.jpg (48.48 KiB) 230 mal betrachtet
Drehorgel_11.jpg
Drehorgel_11.jpg (60.45 KiB) 230 mal betrachtet
Drehorgel_10.jpg
Drehorgel_10.jpg (49.46 KiB) 230 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Gorbi am Mo 20. Apr 2020, 17:03, insgesamt 1-mal geändert.

Antworten