Mein Ventilkasten

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HolgerS
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Mein Ventilkasten

Beitrag von HolgerS »

Ventillade_Puzzle.jpg
Ventillade_Puzzle.jpg (90.05 KiB) 644 mal betrachtet
Alles beginnt mit nem Puzzle...
... schön wärs, aber vorher muss auch schon ne Menge passieren: Die Gedanken wollen geordnet werden, zu Papier (ok, Datei heißt das heute) gebracht werden, die Einzelteile CAD-CAM bearbeitet werden... Bis das Puzzle so vor mir liegt stecken da schon ca. 5 Stunden drin.

Nun aber ans Puzzeln...
Ventillade_Puzzle_02.jpg
Ventillade_Puzzle_02.jpg (86.3 KiB) 644 mal betrachtet
Ventillade_Puzzle_03.jpg
Ventillade_Puzzle_03.jpg (74.51 KiB) 644 mal betrachtet
In der Vertiefung der Deckplatte sieht man zwei Löcher, eins geht dann an den Spieltisch, das andere wird vom Relais bedient.
Die Filzstreifen fehlen noch.

Ventillade_Teile.jpg
Ventillade_Teile.jpg (61.39 KiB) 644 mal betrachtet
Mal mitm Mund angeblasen scheint das zu funktionieren. Das dünne Spaltleder ist aber bei der Verarbeitung ne andere Hausnummer, vieel empfindlicher.
Bleischeiben sind da 2x 20mm aus Dachdeckerblei, das ist 1,25mm stark, drin, plus eine Scheibe Filz und eine Scheibe vom Balgleder.
Ansteuerung über die Relais oder den Spieltisch, beides vorgesehen.

Schade ist nur, daß die Zehnerpotenz nicht stimmt :o Es sind nur 2 Ventile (als Test und für den Stimmtisch), noch keine 20 :P

HolgerS
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Re: Mein Ventilkasten

Beitrag von HolgerS »

Mittlerweile habe ich den zweiten Prototypen gebaut, um Erfahrung mit den Ventilen zu sammeln. Ähnlich wie oben, nicht so verkastet sondern alles in Schichten.
Doppelventil_R02_CAD.jpg
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Doppelventil_R02_PIC.jpg
Doppelventil_R02_PIC.jpg (66.29 KiB) 482 mal betrachtet
Ich habe ja zwei Abluft-Röhrchen dran, eins für den Spieltisch und ein zweites für das Magnetventil.
Nun hat sich gezeigt, daß das Ventil nur öffnet wenn beide Röhrchen offen waren... :?:
:idea: Die Überströmbohrung hatte 3,2mm==M4 im Durchmesser. Da kam so viel Luft durch daß ein Ausgang durch das 4mm-Messingrohr (habe dickwandiges erwischt, innen 2,5mm) zu klein zum Abströmen war. Also die Regulierschraube weiiit reingedreht und siehe da - alles bestens. Tricky, so'n Ventil. Die nächste Version bekommt nur M3 als Regulierschraube. Und wird 3 Ventile breit. Ich nähere mich also der magischen 20 (+1) .

Frage: Gibt's einen Grund warum bei Hoeffle jedes Ventil sein eigenes Sechseck bekommt, nur um dann wieder dicht an dicht aufgeklebt zu werden? Warum nicht 3er-Streifen oder sogar ein Stück Ventilleder? Ich suche immer nach der "faulsten" Variante mit gleichem Ergebnis...

Bleibt gesund und seid gegrüßt von
Holger

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Reinhard
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Re: Mein Ventilkasten

Beitrag von Reinhard »

Hallo Holger,
ich versuche einmal,dazu etwas zu sagen.
Die Ventilleder haben haben einen Arbeitsweg zwischen 2 und 3mm. Das heißt ,das Leder bewegt sich auf und ab.
Wenn diese Bewegungsabläufe in einem ganzen Stück Leder oder in Lederstreifen das durchgängig aufgebracht wird funktionieren soll, dann könnte es wohl sicher zu Einschränkungen bei den Bewegungsabläufen kommen.Einmal soll das Lederstück flach aufliegen,dann sollen die Ventile sich aber noch auf und ab bewegen können.
Jetzt hat die Höffle natürlich Bleigewichte.Das müsste man dann einmal ausprobieren.
Ich habe einmal zwei Laden für die Beijertje gebaut. Hier ist nach der Bauanleitung ein ganzes Lederstück für die Ventile vorgesehen.
Allerdings besaßen die Ventile keine Gewichte und keine Federn.Nur das Leder sollte sich bewegen.Als Winddurchlass waren Löcher von 1,2mm vorgesehen.Alleine die Löcher sind schon nicht so einfach herzustellen. Aber es funktionierte nicht von Anfang an. Nachdem die Löcher mit einem glatt geschliffenen Stahlnagel mit 1,8mm Durchmesser in einem neuen Stück Leder gestanzt wurden, erhielt ich ein Lochdurchmesser von 1,4mm. Dieses wurde natürlich an einem Stück Lederabfall ausprobiert.
Jetzt musste beim Zusammenbau das Loch genau über die Ventilmitte zu liegen kommen. Da sich das dünne Ventilleder aber bei geringsten Zug schon dehnt,war dieses eine aufreibende Arbeit,und gelang nur durch die Fixierung mit Kreppband um die Position zu halten.(20 mal ausprobiert)
Dann spielten bei der ersten Probe nur 5 Pfeifen. Es wurde wieder alles auseinandergebaut und korriegiert. So ging es ca. 15 mal.
Danach habe ich die zweite Lade zusammengebaut und zu einem Kollegen geschickt, mit der Bitte alles selber zu justieren um die Lade dann in seine Orgel einzubauen. Am Ende hat er das Handtuch geworfen und die Lade so umgebaut,dass sie mit den Federn von Laukhuff funktionierten.
Bei meiner Lade war es wohl ein großer Zufall,dass sie spielte. Aber ich habe dann eine neue Lade gebaut.
Natürlich ist diese Lade nicht mit der der Höffle zu vergleichen,aber ich wollte hier einmal aufzeigen wie viel Arbeit der Versuch mit einem durchgängigen Leder bereitet und wie nahe Erfolg und Misserfolg bei einander liegen. Aber wir werden ev. von dir dazu weiteres erfahren.

VG
Reinhard

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