Einstellgerät zum intonieren

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EMBE
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Einstellgerät zum intonieren

Beitrag von EMBE » Mo 19. Sep 2016, 12:56

Unter der Rubrik 20er Beijer habe ich ein Bild meines Einstellgerätes gezeigt.
Dazu jetzt noch ein paar Bilder und eine kurze Beschreibung:

1. Balg hat hinten ein Ventil, eingestellt bei mir auf 0,1 bar. Versorgt wird er mit dem Kompressor der knapp darüber eingestellt ist, damit entweicht relativ wenig Luft und mein 10 Liter Tank reicht einige Zeit. Anschluss ist der Schlauch hinten, Kompressor steht im Nebenraum. Die Zugfeder ist so ausgelegt, dass der Balg zu ca. 2/3 öffnet bevor das Ventil anspricht. Die Schnur dient nur der Sicherheitsbegrenzung. Balggröße etwa wie der von der Beijerorgel, ist auch gleichzeitig Vorratskammer.
2. Das U- Manometer besteht aus einem Stück Kunststoffschlauch. In zwei eingefrästen Nuten in einer Sperrholzplatte, so dass er dort noch spannt. Auf dem Holz ist eine 5mm Teilung, reicht vollkommen. Wasser wird bis zur Mitte = 0 eingefüllt, so dass man die abgelesenen Wert nur addieren muss. Angeschlossen über einen Schlauch an der Luftkammer des Balges. Das U-Manometer ist nur mit einer Schraube auf der Platte befestigt und kann somit zum endgültigen einstellen des Druckes an die Drehorgel mitgenommen werden.
3. Der Ventilkasten besteht aus zwei Kammern und zwei einfachen Ventile. Ähnlich dem Regelventil hinten. Betätigt über zwei 3 mm Stößel. Der Ventilkasten ist mit der Vorratskammer des Balges mit einem gesteckten Schlauch verbunden.
4. Auf der vorderen Leiste wird der Ventilkasten draufgesetzt und über zwei Kanäle wird die Luft zu den Anschlusslöchern für die Pfeifen geleitet. Ein Leder dient als Abdichtung zur Pfeife. Diese werden nur draufgestellt. Damit ist ein einfaches abändern von Beilagen oder Kernen ohne lange Demontage möglich. Bei großen Pfeifen wird in die Versorgungsbohrungen ein Stück Schlauch gesteckt. Zwei Pfeifen können gleichzeitig gestimmt werden
5. Als Stimmgerät dient ein Tablet-PC mit Android und der Free-Software gStrings. Damit können die gewünschten Stimmungen (Werkmeister etc.) direkt vorgewählt werden.
6. Endgültige Stimmung dann direkt im Orgelgehäuse.
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